Die Rasse im Allgemeinen

Der kleine Usuge stammt aus dem französischen Jura. Eine uralte Rasse, die vermutlich seit Jahrhunderten so gezüchtet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg, waren die Hunde aber fast ausgestorben. Der katholische Pfarrer Abbee Billard baute die Zucht mit den restlichen Vertretern der Rasse, die er in der Bresse fand, wieder auf.

Er begann direkt mit einer Zuchtbuchführung, sodass einer planmäßigen Zucht nichts mehr im Wege stand. Sein Wissen und seine Ausdauer sorgten dafür, dass diese Rasse mit allen Qualitäten wieder aufgebaut wurde. Nach 33 Jahren gab er die Zuchtleitung in jüngere Hände. Der Förster Serge Bey führte die Zucht und den mittlerweile bestehenden Verein fort. Den beiden engagierten Männern ist es zu verdanken, dass der Usuge 2003 vom SCC anerkannt wurde und die Anerkennung durch die FCI bevorsteht.

Nicht nur in Frankreich wird der Usuge mittlerweile wieder erfolgreich als Jagdhund geführt. Auch Jäger aus Deutschland, USA, Kanada, Österreich und der Schweiz haben die Rasse für sich entdeckt. In Deutschland leben, neben dem Heimatland Frankreich, die meisten Usuge.

Die Namenseintragung ins Zuchtbuch erfolgt etwas anders, als bei anderen Rassen.
Das Alphabet geht nicht jeder Züchter für sich durch, sondern der Verein. So erhalten alle Welpen die im selben Jahr geboren sind, (unabhängig vom Züchter) Namen mit demselben Anfangsbuchstaben. Im Jahr 2005 wurde wieder mit A begonnen. Dieses Jahr erhalten also alle gewölften Welpen einen Namen der mit D beginnt.

Der Usuge, als kleinster Vorstehhund, erreicht eine Größe von 41-49 cm bei Hündinnen und 45 - 54 cm bei Rüden.

Die Farbe ist Braun oder Braunschimmel.
Die Rute wurde nie kupiert.

Die Augen sollen Haselnussfarben sein mit eher dunkler Nuance.
Hellere (Weimaraner oder Amber) Augenfarben kommen gelegentlich vor, sind aber nicht erwünscht.
Ihre Erscheinung gleicht der unseres Kleinen Münsterländers oder der des Wachtelhundes.

Der Usuge wird als führerweicher Hund beschrieben, bei dem die feste Stimme zur Maßregelung ausreichen wird.
Er wurde gezüchtet für die Jagd im französischen Jura. Es wurde mit ihm im Wald, im Feld, am Wasser, im Sumpf und im Dickicht gejagt. Früher wurde mit ihm hauptsächlich auf Schnepfen gejagt.  Seine Stärken liegen bei der Jagd auf Federwild am Wasser und im Feld. Er sucht sauber unter der Flinte. Die Ausmaße seiner Suche darf höchstens 40m nach links und rechts betragen, dabei muss er sich führig zeigen und Kontakt zu seinem Führer halten. Auch ist die Rasse für ihre Wasserfreude bekannt.

Die Rasse aus meiner Sicht:


Die Usuges sind sehr führerbezogen und lernen schnell. Ihre Nase und die Passion sind sehr ausgeprägt. Die Hunde, die ich bisher gesehen und erlebt habe, ruhen in sich. Sie sind selbst in ungewöhnlichen Situationen äußerst entspannt. Ich mag ihre Coolness, ohne, dass sie faul sind. Sollen sie arbeiten stehen sie parat, sonst fallen sie nicht auf, sondern sind einfach dabei.
Ihre Nase und den Willen zu arbeiten sollte man nicht unterschätzen. Will man dem kleinen Franzosen gerecht werden, muss man ihn fordern. Er ist ein Jagdhund, was man auch schnell merkt, sollte man es vergessen haben.
Der Usuge ist klug und lernt schnell, deshalb sollte man ihm immer einen Schritt voraus sein, denn er lernt auch ungewollte Dinge sehr schnell. Seine Nase führt ihn regelmäßig und äußerst zielstrebig an mehr oder minder Fressbares. Die Größe des Usuge veranlasst so manchen Jäger diesen Hund zu unterschätzen, doch der kleine Jagdhund aus der Bresse beweist schnell, dass er den „Großen“ in nichts nachsteht.